
Hören Sie auf, im Umkleideraum zu frieren!
Falls Sie schon einmal in einer Werkstatt mit hohen Decken oder einem kalten Umkleideraum gearbeitet haben, wissen Sie, wie schwierig das sein kann. Man stellt die Heizung auf maximale Leistung – doch die Wärme steigt einfach nur nach oben und nützt Ihnen damit nichts. Man zittert weiterhin, während man versucht, seine Ausrüstung anzuziehen.
Wir lösen dieses Problem, indem wir auf Luftheizgeräte verzichten und stattdessen Infrarotheizgeräte an der Decke verwenden. Anstatt die gesamte Raumluft zu erwärmen, strahlen diese Geräte die Wärme direkt nach unten ab. Die Wärme trifft somit direkt auf Ihre Haut und Ihre Kleidung.
Es ist im Grunde genommen sofort spürbar.
Die Physik dahinter ist einfach: Diese Heizgeräte nutzen Infrarotstrahler. Sobald man den Schalter einschaltet, leuchtet der Faden und sendet Strahlung mit Lichtgeschwindigkeit aus. Man muss nicht darauf warten, dass eine Brise warmer Luft zu einem gelangt. Man spürt die Wärme fast sofort auf der Haut und in den Kleidern. Das ist der Unterschied zwischen dem Warten darauf, dass sich ein Raum aufwärmt, und dem Betreten eines sonnigen Ortes an einem kalten Tag.
Wenn wir diese Geräte installieren, legen wir viel Wert auf die richtige Anordnung. Wir schauen uns die Höhe der Decke sowie den „Wärmetropfen“ an, damit die Wärme tatsächlich dort ankommt, wo die Menschen stehen. Je nach Größe des Raumes verwenden wir meist 220 V oder 380 V.
Doch hier kommt der schwierige Teil: Man muss die Leistung genau richtig einstellen. Wenn man zu wenig Leistung verwendet, entstehen unangenehm kalte Stellen. Wenn man jedoch zu viel Leistung verwendet, entsteht eine extrem heiße Zone, sodass alle, die direkt unter dem Gerät stehen, schwitzen müssen. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem.
Denken Sie auch daran: Infrarotheizgeräte sind keine Wunderlösung für alles. Die Wärme ist nur dann vorhanden, solange man sich im Lichtbereich befindet. Sobald man aus dem Lichtkegel tritt, spürt man wieder Kälte – schließlich ist die Luft selbst eigentlich nicht heiß.
Außerdem gilt es zu beachten, dass diese Geräte viel Strom verbrauchen, sobald sie eingeschaltet werden. Wenn man eine ganze Reihe von 2kW-Heizgeräten installiert, muss man sicherstellen, dass die Leitungskapazitäten ausreichen. Niemand möchte schließlich, dass der Strom im ganzen Betrieb ausgeht – nur weil es an einem eiskalten Dienstag im Januar ist.